Wer ist dieser gnoebel eigentlich?
Es war eine dunkle und stürmische Nacht, jene Nacht, in der gnoebel geboren wurde. Es war eine Kopfgeburt, ersonnen aus dem Wunsch eines Autors heraus, seine Texte einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das Internet bietet unendliche Möglichkeiten, sich selbst oder seine Werke auszustellen und jener Autor nutzte dafür die behagliche Anonymität eines Pseudonyms.
Ähnlich wie Clark Kent zu Supermann wird, Peter Parker zu einer Spinne, wurde der Autor fortan zu gnoebel, einer Kunstfigut, unter deren Deckmantel er seine Texte anderen Menschen vorstellen konnte. Er rettet nicht die Welt, er kann auch nicht fliegen, nicht einmal ein Hitzeblick ist ihm vergönnt - aber auch gnoebel besitzt eine Art Macht. Die Macht, Gedanken zu Worten werden zu lassen, Bilder aus Buchstaben zu malen und Geschichten zu erzählen, um Menschen zu unterhalten. Das ist doch auch was...

Der Autor, nun, auch der wurde einst geboren, ebenfalls in einer Nacht. Ob sie dunkel und stürmisch war, ist nicht bekannt, aber der Theatralik halber behauptet er es gern.
Es folgte das Übliche, Kindheit in gut behütetem Elternhaus, eine allgemein übliche Ausbildung, erste Liebe, gebrochene Herzen, dem Fernsehen geopferte Hirnzellen und der ein oder andere gegessen Apfel. Bereits in der Schule begann der Autor mit dem Schreiben von kleinen Geschichten. Das erste Werk handelte von einem Privatdektiv, der einen schurkischen Orangengangster dingfest machen wollte. Das war in der fünften Klasse und ein Schulaufsatz.
Doch dabei sollte es nicht bleiben. Es folgten diverse Versuche, Humor in den Deutschunterricht zu bringen und auch die ein oder andere kleinere Arbeit im Familienkreise. Und dann geschah es: Der Autor entdeckte die Kunst für sich. In einer Reihe zum Glück unveröffentlichter und vermutlich längst verschollener Kunstkritiken versuchte der Autor, das Schöne im Alltäglichen zu entdecken. Er schrieb diese kleinen Texte als kleine Aufheiterung für sich selbst und seine Mitmenschen - vor allem aber als Stilübung. Das Spiel mit Worten ist ein Schönes, aber man muss die Regeln kennen.

Schulpausen gingen zuhauf dafür drauf, Gedanken in Worte zu fassen und Werkzeugkisten und Mülleimer als Kunst zu betrachten.
Doch auch dabei blieb es nicht, denn die Prosa holte den Autor wieder ein. durch die Entdeckung des Internets als Medium und Erfindung des Pseudonyms gnoebel fand er zurück zur Kurzgeschichte und fortan hatte er seine wahre Liebe gefunden.
Skurrile Gestalten, Versager des Alltags, Krümelige Wesen am Rande der Gesellschaft, unsterbliche Serienkiller, apokalyptische Zwerge - die Welten, die gnoebel schafft, sind bevölkert von ihnen und ihre Abenteuer sind manchmal witzig, oft unterhaltsam, beizeiten albern, meistens absurd und irgendwie immer auch ein wenig albern und selbstironisch. Ohne dabei die Welt zu retten.

Und jetzt? Jetzt, da gnoebel seine Liebe gefunden und ihr handwerklich gerecht werden konnte, wird es Zeit für höhere Ziele. Romane sollen es sein.
Man darf gespannt sein. Er selbst jedenfall ist es...